Deine Frage · Erstgespräch
Was soll in einem Jahr anders sein als heute?
Ratgeber
Ich habe eingestellt. Nach einem guten Gespräch weißt Du, wie die Arbeit im neuen Job aussieht und was sich nach einem Jahr verändert hat, wenn Du ihn gut machst. „Haben Sie noch Fragen?“ ist darum keine Pflichtübung. Ab hier prüfst Du die Stelle.
8 Minuten Lesezeit
Dieselbe Stelle, zwei Arten, danach zu fragen.
Wie sieht ein typischer Tag aus?
Welche Entscheidungen darf die Stelle allein treffen, und welche nicht?
Wie ist die Zusammenarbeit im Team?
Wer unterstützt die Stelle, wenn im Haus nicht alle einverstanden sind?
Du stellst eine Frage. Drei Antworten, wie sie im Gespräch fallen können. Wähl bei jeder, was Du hörst.
Wirkraum speichert nichts davon.
Deine Frage · Erstgespräch
Was soll in einem Jahr anders sein als heute?
Antwort 1
Wir wollen moderner werden und die Abläufe verbessern. Wie genau, entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam.
Antwort 2
Vor allem soll Ruhe einkehren. Wer die Stelle vorher hatte, hat vieles liegen lassen. Das räumen Sie bitte auf, dann sehen wir weiter.
Antwort 3
Wir wollen die Reklamationen von 40 auf 20 im Monat senken, bis Ende nächsten Jahres. Dafür ist ein Budget eingeplant, und die Geschäftsleitung hat das Ziel beschlossen.
Dazwischen liegt offen. Und offen heißt: nachfragen.
Eine Stelle gibt es, weil etwas gelöst werden soll. Wer klar sagen kann, was in einem Jahr anders sein soll, hat darüber nachgedacht. Darauf kannst Du aufbauen.
Eine vage Antwort ist noch kein Grund abzusagen. Oft ist der Auftrag im Werden. Dann entscheidest Du, ob Du ihn mitschärfen willst. Ob hinter dem Aufräumen ein Ziel steht, klärt eine Nachfrage.
Hinter fast jeder guten Frage steckt eines davon. Wirkraum nennt sie Bedingungen.
Neue Stelle, Nachbesetzung oder Antwort auf ein Problem? Der Anlass zeigt, was gelöst werden soll und wie viel Gewicht es hat.
Welches Ergebnis wird nach wie vielen Monaten gesehen? Ohne Zeitraum bleibt offen, woran man Dich misst.
Darf die Stelle entscheiden, und stehen Budget, Zeit und Menschen bereit? Ohne beides bleibt ein Ziel ein Wunsch.
Steht die Führung hinter dem Vorhaben, und kommst Du an die Menschen und Zahlen, die Du brauchst?
Such die Phase, in der Du bist. Wende eine Frage: Du siehst, was sie prüft und woran Du die Antwort liest.
Das Telefonat vor der Bewerbung. Hier klärst Du offene Punkte, bevor Du Zeit in Unterlagen steckst.
Am Ende des Vorstellungsgesprächs ist Platz für Deine Fragen. Hier zeigt sich, ob die Stelle ein Ziel und Mittel hat.
Jetzt geht es um den Alltag. Du fragst, wie die Arbeit konkret aussehen wird.
Gehalt, Rahmen, Einarbeitung, Probezeit. Beide Seiten wollen, dass es trägt.
Eine Frage, auf die ein Ja passt, bringt Dir ein Ja und sonst nichts. Eine offene Frage lässt die andere Seite erzählen.
Statt: Sie unterstützen Weiterbildung, oder?
Besser: Welche Weiterbildung hat zuletzt jemand im Team gemacht, und wie kam es dazu?
Eigenschaften lassen sich leicht behaupten. Ein Beispiel muss stimmen. Darum verrät es mehr.
Statt: Wie würden Sie Ihr Team beschreiben?
Besser: Welches Projekt hat das Team zuletzt gemeinsam gelöst, und wie lief es?
Gehalt und Rahmen sind faire Fragen. Am besten stellst Du sie in der Verhandlung, wenn beide Seiten wissen, was die Stelle leisten soll. Vorher fragst Du nach Ziel und Mitteln. Dann klingt keine Frage nach Taktik.
Statt: Wie hoch ist das Gehalt, und wie viele Urlaubstage gibt es?
Besser: Sobald klar ist, was die Stelle leisten soll: Wie setzt sich das Gehalt dafür zusammen?
Wirkraum stellt Dir für einen Job die Fragen zusammen, je Gesprächsphase und mit einem Warum zum Aufklappen. Für das Telefonat vor der Bewerbung sagt es Dir zu jeder Frage, woran Du an der Antwort merkst, ob es passt. Die Fragen richten sich auch danach, was Du zum Wirken brauchst. Mit Wirkraum spielst Du mit offenen Karten.
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Zum Start genügt Dein Lebenslauf. Ich melde mich, sobald ein Platz frei wird.
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